Dr. Böhle über die Trennung von Glauben und Staat
Unterschiedliche Glaubensrichtungen
führen zu einer gesellschaftlichen Problematik innerhalb der
europäisch-abendländischen Welt, auf die es eine Antwort zu
finden gilt. Diese These stellt der Rödermärker Philosoph ins
Zentrum seines Vortrags „Der säkulare Verfassungsstaat und der
Absolutheitsanspruch des Glaubens“ am nächsten Freitag (9.
November), um 20 Uhr, im Graf-Reinhard-Saal der Kulturhalle. Der
Eintritt beträgt 6 Euro (ermäßigt 3 Euro). Wieder
stellt Böhle die westliche und die islamische Welt gegenüber.
Während in Europa die Trennung zwischen Staat und Kirche in einem
langen Prozess vollzogen wurde, bestimmt in islamischen Ländern
noch immer der Glaube den Alltag und das gesellschaftliche und
wirtschaftliche Leben. Die Definitionen des Lebens seien im Koran
vorgegeben, so Böhle, und würden nicht in Frage gestellt.
Orientiere sich die moderne, westliche Wirtschaft an einer
„sachhaltigen Produktion“, ist diese im Islam immer noch ein „Geschenk
Allahs“. Durch die Migration der letzten Jahrzehnte prallen nun diese
unterschiedlichen Auffassungen aufeinander und führt zu
Konflikten. Wie diesen zu begegnen ist, will der Philosoph
erörtern.