Kurz nach fünf Uhr aufstehen, war mir eigentlich immer unangenehm. Diesmal überwiegt die freudige Erwartung. Die Pünktlichkeit der Deutschen Bahn verhindert, dass Dirk und ich gemeinsam nach Nürnberg fahren. Dirk wird einen ICE später nachkommen.
Obwohl ich sehr früh in Nürnberg bin, gehe ich zügig zur Burg, ich möchte einen Sitzplatz weit vorne bekommen. Ein kleiner Abstecher in die St. Lorenz Kirche konfrontiert mich mit den Instandhaltungskosten solcher Gebäude, die außer zur Verherrlichung bestimmter Wahnvorstellungen nicht genutzt und trotzdem hauptsächlich von allen Steuerzahlern finanziert werden. Wenn ich daran denke, wie viel Leid und Entbehrung der damaligen Bevölkerung nötig war, um solche eindrucksvolle Gebäude zu schaffen, grummelt es mir im Magen.
Vor dem Eppeleinsaal treffe ich Bernd Vowinkel (GBS-Bonn und einer der Referenten) mit Frau. Wir stehen schließlich in der Schlange M-Z bei den bereits bezahlten Karten an, Bernds Frau bucht nach. Ich spicke auf der A-L Liste nach Volker Dittmar, doch der ist leider nicht angemeldet, obwohl ihn hier scheinbar jeder kennt.
Die erste Reihe rechts ist noch nicht belegt, den Platz links, direkt am Gang, halte ich für Dirk frei. Rechts neben mir taucht kurze Zeit später Constanze Cremer (GBS-Bonn) auf. Bernd will nicht so weit vorne sitzen und hat sie nach vorne geschickt. Neben Constanze setzen sich Michael Schmidt-Salomon, dann Gerhard Schurz, direkt hinter uns Eckart Voland und Franz Josef Wetz. Wir sitzen also direkt zwischen vier der zehn Referenten. Das war ein echter Glücksfall. Die kleinen Debatten so zwischendurch wären sonst nicht so einfach möglich gewesen. So konnten wir z. B. auch einen Blick auf die noch unkolorierte »Final-Version« von Michaels neuem Buch »Die Geschichte vom frechen Hund: Warum es klug ist, freundlich zu sein.« werfen. Ein rein ethisches, niedlich gezeichnetes Kinderbuch für die ganz Kleinen, in dem Gott diesmal nicht vorkommt. Sein nächstes Buch »Susi Neunmalklug erklärt die Evolution« wird von ihm selbst dagegen als »heftig« eingeschätzt.
Helmut Fink eröffnet die Tagung und führt den Vormittag mit Humor und sehr professionell durch das Programm. »Es gibt christliche Humanisten, die den säkularen Humanisten intellektuelle Inkonsequenz bescheinigen. Und es gibt säkulare Humanisten, die den christlichen Humanisten intellektuelle Inkonsequenz bescheinigen. Und die agnostischen Humanisten, die beiden intellektuelle Inkonsequenz bescheinigen.«
Die »Trockennasenaffen« lauschen Michael Schmidt-Salomon gespannt. Mir kamen die Konsequenzen der fehlenden Willensfreiheit, wie immer, viel zu kurz. Es bleibt immer in den Köpfen hängen, man könne für seine Handlungen nicht zur Rechenschaft gezogen werden, wenn die Idee des freien Willens aufgegeben werden muss.
Es ist schön bekannte Gesichter zu treffen von denen man meist nur in Foren und Artikeln liest. Peter Janotta (Brights Würzburg) und Andreas Müller (Brights Würzburg, hpd.de), die ich im letzten Jahr in Frankfurt, beim ersten deutschlandweiten Brights-Treffen im Vorfeld der Deschner-Preis Verleihung persönlich kennen gelernt habe und Jochen bilden mit Dirk, Constanze, Bernd und mir einen alternierenden Kreis, genau im Mittelgang. So kann man auch Aufmerksamkeit erregen.
Prof. Dr. Theodor Ebert stellt den ersten »Freigeist der griechischen Antike« Epikur vor. »Ich schenke Euch Eure Götter, aber warum sollten sich diese Unsterblichen um die Menschen kümmern?«.
Prof. Dr. Bernulf Kanitscheider erläutert »Hedonismus und die Idee des gelungenen Lebens«. Mir gefällt: »Aufklärerischer Impetus: Es ist nicht möglich, sich von der Furcht der wichtigsten Lebensfragen zu befreien, wenn man nicht Bescheid weiß über die Natur des Weltalls, sondern sich nur in Mutmaßungen mythischen Charakters bewegt.«
Peter, Andreas, Constanze, Dirk und ich gehen zusammen Essen (Obere Krämersgasse Ecke Bergstrasse). Es ist angenehm den ein oder anderen Gedankengang nochmal mit anderen durchzudenken. Mein Kopf ist jetzt schon so voll, dass in meinen Bauch nur eine Apfelschorle und ein völlig überteuertes Eis Platz finden.
Den für mich vom Vortragsstil her besten Vortrag hält Prof. Dr. Eckart Voland »Eine Naturgeschichte Gottes? – Zur biologischen Evolution der Frömmigkeit«. Frei, lebendig, Lust auf mehr machend. Toll. »Religion überlebt nicht weil sie wahr ist, sondern weil sie Kinder zeugt.«.
Der Vortrag von Prof. Dr. Gerhard Schurz »Das Janusgesicht der Religion – Zur Evolution von Religionen und den evolutionären Chancen eines aufgeklärten Humanismus » überlappt inhaltlich leider stark mit dem vorherigen. Dr. Schurz wandert auf dem Podium hin und her und mancher Schritt in Richtung Publikum ließ mich einen Absturz befürchten. »Gruppenselektion: Religion bewirkt Selektionsvorteil gegenüber rivalisierenden Gruppen. Problem: sie erhöht und stabilisiert Feindschaft zwischen Gruppen.«
Dirk und ich sprechen Dr. Kanitscheider an, um ihn für unsere Vortragsreihe im Herbst zu gewinnen. »Machen Sie mal ein Angebot. Wir werden uns schon einig werden.« Auch Dr. Voland kommt gerne nach Frankfurt. So hätten wir mit Bernd und Volker Dittmar zusammen schon vier hochkarätige Referenten. Unsere Vortagsreihe bekommt Kontur.
Prof. Dr. Josef H. Reichholfs etwas trockenere Vortragsstil, konnte mich wenig fesseln, obwohl inhaltlich und didaktisch gut aufbereitet »Der Mensch zwischen Natur und Kultur – Von der Evolutionsbiologie zum Humanismus« . Vielleicht lag der Vortrag aber auch gerade in meinem Aufmerksamkeitstief. »Der Mensch ist nicht zu schlecht um besser zu werden.«
Dr. Bernd Vowinkel möchte mit seinem Vortrag »Auf dem Weg zum Transhumanismus? – Technischer Fortschritt und Menschenbild« »die Grenzen Ihrer humanistischen Belastbarkeit« testen. Das ist ihm wirklich gelungen. Das Bewusstmachen dessen, was heute schon möglich ist, die Filmbeispiele und der Ausblick was möglich werden könnte, lässt mich nachdenklich werden. Bernds seriöser, ruhiger Vortragsstil ist mit trockenem, schwarzem Humor gewürzt, den man eigentlich nicht erwartet, wenn man ihn nur vom Stammtisch kennt. »Parole der Transhumanisten: Live long enough to live for ever.«
Constanze und ich wollen Dirk, der leider nur Samstag gebucht hat, noch zum Bahnhof begleiten. Peter, Andreas, Jochen wollen was Essen gehen – das überzeugt. Wir lassen Dirk doch alleine zum Bahnhof und möchten im Posthorn (Glöckleinsgasse) draußen Platz nehmen. Die Bedienung bittet uns jedoch herein, »Die Anderen sind schon da.«
Die »Anderen« sind die Referenten und Organisatoren der Tagung. Unsere Namensschilder haben wohl einen falschen Eindruck erweckt. Als dann noch mehr von den Tagungshelfern dazu kommen, überlegen wir, ob wir nicht doch nach draußen gehen. Da die Getränke aber schon bestellt sind, bleiben wir doch sitzen. Es wird zwar eng (für die Nachzügler), aber gemütlich.
Die Filmvorführung am Abend möchte ich nicht verpassen und will deshalb gleich nach dem Essen zahlen. Die Bedienung meint, es werde schon alles bezahlt. Ich kläre auf, dass wir eigentlich nicht zum Organisationsteam der Tagung gehören. Die Bedienung erkundigt sich nochmal, um dann zu verkünden, dass es schon in Ordnung sei.
Am nächsten Tag bedanke ich mich bei Herbert Steffen (GBS) für diese spontane Einladung, die er nur mit »Ach, das ist schon ok.« kommentiert. Dass ich am Morgen mit ihm zusammen die »GBS-Fahne« aufgestellt habe, erscheint mir nicht ausreichend genug um ein Abendessen zu spendieren, aber daran wird er sich wohl eh nicht erinnert haben.
Mein etwas überstürzter Aufbruch erweist sich als unnötig. Vorm Eingang des Eppeleinsaal eine Menschentraube die auf Einlass wartet. Auch dort kommt man mit Synapsen-Fans, Vortragswallfahrern und sonstigen Freigeistern schnell in einen kleinen Plausch.
Der Film (»Wer den Wind sät«) erschüttert mich. In den 50'er Jahren gedreht, erlebe ich das Verhalten der Akteure im Film in gleicher Weise in verschiedenen Internet-Foren. Und wenn Andreas recht hat, dass das Städtchen Hillsboro in Tennessee, in dem der Film spielt, heute noch fundamentalistischer ist als damals, dann fragt man sich was die »Aufklärer« eigentlich die letzten 50 Jahre gemacht haben.
Abgelenkt durch die interessanten Gespräche in den Pausen habe ich noch immer keine Unterkunft, um die ich mich eigentlich schon längstens gekümmert haben wollte. Jochen nimmt mich mit zum Hotel Elch, doch dort ist die Rezeption nicht mehr besetzt. Vorbei an fußballbegeisterten Gaststättenbesuchern (Niederlande 1:3 Russland) schlendere ich durch Nürnberg, in Erwartung einer Eingebung. Am Fuße der Burg hat ein Nürnberger seinen, noch immer als solchen erkennbaren, nur leicht modifizierten, Leichenwagen geparkt. Auf dem Beifahrersitz ein, der Straßenverkehrsordnung entsprechend, angeschnalltes Skelett mit Mütze, Schal und Sonnenbrille, das scheinbar gerade den rechten Außenspiegel neu einstellt. Bei den Temperaturen erscheint mir Mütze wie auch Schal als völlig unnötig und angesichts der Dunkelheit die Sonnenbrille als eher hinderlich.
Auf dem Weg wieder zurück Richtung Innenstadt macht mich mein Unterbewusstsein auf ein Hinweisschild zum Hotel Agneshof aufmerksam, das mir Bernd als seine Unterkunft nannte, glaube ich. Die Rezeption ist die ganze Nacht über besetzt, der Preis etwas üppig, doch günstiger als zwei Nächte im Elch. Bevor mir die Augendeckel ganz zufallen, buche ich ein, auch wenn die Größe der Dusche nicht unbedingt mit der Höhe der Rechnung positiv korreliert (und ich dachte schon, kleiner als unsere Dusche zuhause geht nicht).
Ich stehe an einem Fenster der Kaiserburg und blicke auf Nürnberg. Herrlich. Ich schwitze jetzt schon, dabei soll es erst im Laufe des Tages so richtig warm werden. Am Nachbartisch im Frühstücksraum saßen einige Referenten. Michael erzählte von seinem neuen Buchprojekt das er unter hohem Zeitdruck liefern muss. Kanitscheider philosophierte über das Unendliche, das, obwohl eh schon nicht vorstellbar, immer noch mal gesteigert werden kann. Und selbst über Fußball können sich Voland und Wetz scheinbar nur rein naturwissenschaftlich unterhalten (chaotisches Verhalten, Unberechenbarkeit, was heißt dann »das Konzept ist aufgegangen«?, ...). Michaels Frau saß schweigend dabei und wunderte sich wahrscheinlich, wie ich, dass die "Jungs" wohl immer im Dienst sind. Bernd war schon mit Frühstück fertig, hat mich aber noch kurz begrüßt, bevor er dann Richtung Burg los gezogen ist. Löffler hat in schweigender Meditation sein Frühstück genossen und als dann Steffen dazu kam, bin ich leider weg, ich wollte den Anfang nicht verpassen.
Prof. Dr. Franz Josef Wetz »rettet die Selbstachtung« in »Vom alten zum neuen Humanismus«. Beim Frühstück war er viel lebendiger. Der Vortrag thematisiert Probleme, die sich mir gar nicht stellen. Wieso benötige ich Selbstachtung? Ich bin froh, dass es mich gibt. Das genügt mir völlig. (Volker Dittmar, 24 Jun 2008, 05:58, mykath.de, »Ist Geld weniger wert, wenn man es durch Zufall gewinnt?«) »Wenn ich einen Garten und eine Bibliothek habe, wird es mir an nichts fehlen. (Cicero?)«
[Das nächste mal ein Sitzkissen mitnehmen.]
Prof. Dr. Winfried Löffler hat es als theologisches Gegengewicht zu den ganzen Humanisten nicht ganz einfach. In seinem Vortrag »"Neuer Humanismus" - Wissenschaft oder Weltanschauung? Eine wissenschaftstheoretische Anfrage« wird mir spontan klar: die Religion will umfassende Weltbilder liefern, die Wissenschaft begnügt sich mit einem lückenhaftem Weltbild. Dr. Löffler hält sich an Detailfragen auf, die für mich überhaupt nicht gegen Wissenschaft sprechen (Dem Metzger wird vorgeworfen, dass er keine Sahnetorten verkauft). So müssen Theisten empfinden, wenn ich Kritik an Bibelzitaten anbringe. Doch im Grunde habe ich keine Ahnung was der Referent mir eigentlich sagen will.
Prof. Dr. Armin Pfahl-Traughber hält sieben Minuten lang nur Vorrede. Wie in Frankfurt. Dieses beständige Beschreiben dessen was er gleich sagen werde, statt es zu sagen, fordert meine Geduld heraus. Im Vortrag »Ist der "alte" und "neue" Atheismus auch eine Religion? – Zu einigen bedenklichen Strukturmerkmalen der Religionskritik« wendet er genau die überzeichnende Polemik an, die er eigentlich den »Neuen Atheisten« vorwirft. »Wenn alle den Koran anerkennen, sind die Probleme gelöst. Das ist das Gleiche wie das, was die Atheisten sagen.«
Die letzten beiden Vorträge sind wohl zur Stimmungsmache für die Podiumsdiskussion gedacht. Wobei der letzte von Andreas in einer Wortmeldung sehr pointiert mit einem Totalverriss bedacht wird.
Mit Gunnar Schedel (Alibri-Verlag) bespreche ich Möglichkeiten der Zusammenarbeit in Frankfurt. Daraufhin werde ich direkt von zwei Tagungsteilnehmern angesprochen, die ihr Interesse bekunden. Mir fällt auf, dass ich weder Visitenkarten noch Flyer dabei habe. Es fehlt noch einiges an Professionalität.
Moderation: Helmut Fink
Durch den engen Zeitplan wurde, trotz Intervention von Peter (die demokratisch abgelehnt wurde, scheiß Demokratie ;-) ), bei den Vorträgen des Vormittags keine direkt anschließende Nachfragerunde durchgeführt. Dies wurde jetzt nachgeholt und hat die Schlussrunde etwas zerfasern lassen.
Einige Stichworte:
Wie können wir sinnvoll leben ohne Religion?
Klarheit ist nicht Dogmatismus.
Der Neue Humanismus ist bereit seine Thesen aufzugeben, wenn es bessere Thesen gibt. Das ist neu.
Respektieren ist nicht tolerieren. (Menschen muss man respektieren, deren Wahnideen nicht, aber erdulden/tolerieren.)
Kanitscheider: Physiker haben kürzere Brenndauer der Sonne berechnet als die Biologen für die Evolution gebraucht hätten. Die Physiker lagen falsch.
MSS: Wissenschaftliches Weltbild ist nicht Wissenschaft. Wissenschaft sagt, was der Mensch tun kann, nicht was er tun soll.
Wetz: die junge Generation ist Religion gegenüber gleichgültig. Keine neuen Riten und Umgangsformen "erfinden".
Kanitscheider: kein Ersatz für die Mystik anbieten, denn das wird ja gerade geleugnet. Man muss lernen mit dem nicht vorhandenen »Leben nach dem Tod« zu leben.
MSS: Je liberaler eine Religion, desto mehr Abfall von dieser. Trend zur Gleichgültigkeit. Alternativen bieten, aber da ist der Neue Humanismus noch ganz am Anfang.
Löffler: ist das humanistische Modell, ist Hedonismus globalisierbar?
Pfahl-Traughber: säkularen Hintergrund der Ideen deutlich machen (z.B. goldene Regel)
Mit Herbert Steffen bespreche ich noch einige Punkte bzgl. der GBS-Regionalgruppe Rhein-Main. Michael frage ich wie man als Humanist Kindern die Angst vom Tod nimmt und bekomme mal wieder so einleuchtende Antworten, dass ich mich frage, warum ich nicht selbst darauf gekommen bin. Jochen ist schon weg, Bernd fährt seiner Frau hinterher (klingt witzig, gell? Bernd weiß wie es gemeint ist.), Constanze will zum Bahnhof, Peter und Andreas noch zum turmdersinne, was ich auch vorhatte.
Constanze (die wir überreden konnten), Peter, Andreas und ich gehen zum turmdersinne am Westtor. Obwohl ich einige Effekte schon kannte, gibt es doch Neues zu entdecken. Es ist verblüffend, wie uns unsere Wahrnehmung täuschen kann. Mit Alexandra Lang von der Museumsleitung bespreche ich Möglichkeiten einer Wanderausstellung in Frankfurt auf der Zeil.
Wir gehen zurück zu einem Biergarten, den wir auf dem Hinweg bemerkt hatten. Auf dem Kettensteg nehme ich mir kurz Zeit Richtung Maxbrücke Nürnbergs Sehenswürdigkeiten zu bewundern, was die Bande zu ungeduldigen, frechen Bemerkungen veranlasst. Die Jugend von heute – keine Achtung vorm Alter.
Am Ende des Kettenstegs Richtung Maxplatz treffen wir im Biergarten Referenten und Organisatoren. Nürnberg scheint nicht allzu groß zu sein. Ich nutze die Gelegenheit mit Rainer Rosenzweig (turmdersinne) bzgl. der Wanderausstellung zu reden, die er, wegen der voraussichtlichen Kosten, geschickt in einen Vortrag umbiegt. Mit Helmut Fink debattiere ich über Verlauf der Tagung, Referentenhonorare, …
Peter und Andreas verabschieden sich schließlich. Constanze und ich irren, dem sich unerwartet schlängelnden Fahrradweg folgend, Richtung Bahnhof. Mit 40 Minuten Verspätung fährt Constanzes Ersatzzug Richtung Bonn los. Mein ICE ist so überfüllt, dass ich bis Aschaffenburg keinen Sitzplatz ergattern kann. Noch zweimal umsteigen und ich bin gegen halb neun, rechtzeitig zum Abendessen und dem letzten Viertelfinalspiel (Spanien 4:2 Italien) zuhause.
Ich wüsste nicht, wann ich das letzte Mal in so kurzer Zeit so viele interessante Menschen kennen gelernt habe, neue Eindrücke sammeln konnte. Diese Tagung war der absolute Höhepunkt meiner bisherigen Vortrags-/Tagungserfahrung. Hochinteressante Themen, hervorragende Referenten, perfekte Organisation, traumhaftes Umfeld, engagiertes Publikum, es hat einfach alles gestimmt (naja, ein bisschen arg warm war es am Sonntag schon). Das wird schwer zu toppen sein.
Mein besonderer Dank an Constanze, Bernd, Peter, Andreas, Jochen und Dirk ohne die die beiden Tage lang nicht soviel Spaß gemacht hätten. Sich in den Pausen nochmal gegenseitig einige Gedanken zuwerfen zu können war wirklich toll.
Thomas Wessely