Wiesbaden: Vortrag Dr. Dr. Joachim Kahl 2008-06-10
Grenzen der Toleranz - Laizistische Orientierung im Kampf der Ideen, Kulturen, Religionen
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Kampf für friedliches Zusammenleben der Kulturen und Religionen
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Streitkultur
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Kunst der Duldsamkeit vs. Kunst der Unduldsamkeit
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Prinzipiengeleiteter Pluralismus Relativismus und Absolutismus sind beides Irrwege.
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"Offene Gesellschaft" lockt auch muslimische Anhänger ("Abstimmung mit Füßen") und straft die Attraktivität islamischer Gesellschaftsmodelle Lügen.
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Euroislam
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Hassprediger in London oder Köln nutzen die Freiheit einer offenen Gesellschaft aus.
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Reziprozität der Religionsverkündigung wichtig
- (Bsp.: 2000 Moscheen in der BRD, aber keine christliche Kirche in
Saudiarabien)
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Ziel: säkulare, laizistische Demokratie mit gleichberechtigter Koexistenz unterschiedlicher Religionen
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In der Türkei besteht ein Pseudo-Laizismus: Die islamische Religion ist dem Staat untergeordnet und nicht entkoppelt.
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"Kultus"ministerium ist historisches Relikt.
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Der Staat ist die Heimstatt aller - unabhängig von ihrer religiösen Ausrichtung.
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Laizistisches Menschenbild:
Niemand wird als Theist (oder Atheist) geboren, sondern als Menschen, bildungslos, religionslos, ...
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Der Säuglingstaufe und der jüdischen Beschneidung fehlt jede Legitimität. Das Recht auf körperliche Unversehrtheit wird verletzt.
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Kulturpluralismus statt Kulturrelativismus
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Menschenrechte sind zwar in Europa und den USA formuliert worden, bleiben trotzdem universal ("westlicher Kulturimperialismus" nur ein bombastischer Vorwurf)
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Kriterien für kulturelle Werte:
- gesellschaftliche Stellung der Frauen
- Ein-, Aus- und Übertritte in Religionen
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"Selbstmordattentäter" ist eine außerislamische Kennzeichnung;
korrekter: Islamistische "Märtyrer"
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Religiöse Gefühle sind nicht der Kritik entzogen. Sie sind genauso wandelbar wie andere Gefühle.
Volker Radek